Calcium carbonicum
Das homöopathische Mittel Calcium carbonicum wird aus der kalkhaltigen, weichen, kreidigen Substanz hergestellt, die sich zwischen der äußeren, harten Schale und der inneren, ebenfalls harten Schale der Auster, der Perlmuttschicht, befindet. Kalk ist das fünfthäufigste Element auf dieser Erde und ein Mangel wird besonders auffällig, wenn es um das Wachstum geht. Kalkhaltige Böden entziehen dem Boden die Nässe. Sie bieten besonders Pflanzen, die trockene, kalkhaltige Böden bevorzugen, ein optimales Habitat – interessanterweise kommen Hunde, die Calcium carbonicum benötigen, mit Nässe (besonders kalter, feuchter Nässe) nicht gut klar.


Calcium carbonicum hat einen sehr großen Bezug zum Wachstum. Dazu gehören insbesondere die Knochen, aber auch die Entwicklung des nach der Geburt noch sterilen Verdauungssystems, dass dann erstmalig mit den Bakterien in der Nahrung und mit denen auf der mütterlichen Haut in Berührung kommt. Es gibt Homöopathen, die jedem Neugeborenem direkt nach der Geburt Calcium carbonicum verabreichen möchten, wie zum Beispiel der bekannte amerikanische Homöopath Roger Morrison.
Andreas Krüger, Samuel Hahnemann Schule Berlin, statuiert, dass es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit sei – gesunde Calcium carbonicum Typen generieren Wachstum und Reichtum, sind sie krank, kommt besonders ein Aspekte zur tragen: die Verhärtung
Entsprechend benötigt Calcium carbonicum Sicherheit, um in die Welt zu treten. Der Schutzaspekt ist dabei das Hauptthema: ‚Hauptsache, ich bin geschützt, vor jeglichen Einflüssen‘. Der Calcium Typ legt sich dabei eine Schutzschicht zu, die genauso hart und stabil ist, wie die der Austernschale. Sie müssen lernen, ihre eigenen Grenzen zu bewahren, sie zu kennen und lernen damit umzugehen, andernfalls bleiben sie in dem Bedürfnis stecken, sich immer schützen zu müssen. Sie kommen nie aus der Situation hinaus, ein schutzloses Kind/Welpe zu sein.
Ist diese Thematik gelöst, lernt der innere Welpe/das innere Kind zu vertrauen und kann zur reifen Seele wachsen.
Calcium carbonicum kommt in der homöopathischen Tierheilkunde besonders für Welpen und junge Hunde zum Einsatz. Dies wird beispielsweise schon vom äußeren Eindruck bestätigt. Wie Menschenbabys haben auch Hundebabys einen im Vergleich zum restlichen Körper verhältnismäßig großen Kopf. Der zu große Kopf ist ein Leitsymptom des Mittels. Das Bindegewebe ist noch schwach, die Beinchen tragen den Körper noch nicht und wirken krumm. Die Jungtiere benötigen Zeit für ihre Entwicklung. Sie sind empfindlich, auch das Immunsystem ist noch nicht ausgereift. Äußeres Zeichen für diese Schwächen sind z.B. ein spätes Schließen der Fontanellen und Schwierigkeiten mit der Zahnung. Calcium unterstützt die Entwicklung des Gebisses. Es stärkt und kräftigt die Verknöcherung der noch knorpeligen Knochenanlagen und unterstützt die Entwicklung der Gelenke und des Bindegewebes.
Die Entwicklung verläuft langsam und zögerlich und genau diese Langsamkeit in der Entwicklung ist ein Leitsymptom dieses großen (Kinder)Jungtiermittel der Homöopathie. Die Tiere erscheinen – auch wenn sie ausgewachsen sind – schwerfällig und sie bewegen sich langsam, häufig verbunden mit einem schwachen Muskeltonus. Oft handelt es sich um große Rassen.
Zu Beginn sind sie schüchtern und es dauert eine Weile, bis man ihr Vertrauen wirklich gewonnen hat, dabei sind sie aber sehr freundlich und fallen durch große Treue zum Besitzer auf. Sie wehren sich nicht, wenn sie angegriffen werden, selbst wenn sie klar körperlich überlegen sind. Die Persönlichkeit eines Tieres, das Calcium carbonicum benötigt, zeigt Starrköpfigkeit, sie sind nachtragend und es ist nicht ganz einfach, sie zu erziehen, weil sie sich nicht lange konzentrieren können und unter mangelnder Ausdauer leiden.
Außerdem sind sie sehr harmoniebedürftig und nur richtig glücklich, wenn alle ‚Lieben‘ um sie versammelt sind. Sanftmut (Differentialdiagnose ist Pulsatilla – einen ausführlichen Artikel zu diesem Mittel gibt es hier: https://mobile-tierheilpraxis-ratingen.de/das-homoeopathische-mittel-pulsatilla/) gehört zur ihrem Charaktereigenschaften wie auch Beständigkeit. Sie fühlen sich sehr verantwortlich und gewöhnlich muss ihnen gezeigt werden, dass sie das an ihre Besitzer abgeben können – passiert dies nicht, reagieren sie häufig mit Überforderung und werden überverantwortlich. Sie sind nicht ehrgeizig und auch nicht eifersüchtig.
Meist ist ihnen eine gewisse Ängstlichkeit zu eigen. Dazu gehören Furcht vor dem Alleinsein und Dunkelheit.
Calcium carbonicum kommt zum Einsatz, wenn sich junge Tiere häufiger als gewöhnlich erkälten – überhaupt sind sie anfällig gegen Kälte und Nässe. Das Immunsystem ist noch nicht ausgereift. So schwellen die Lymphknoten schnell an und sie leiden häufig unter Muskelkrämpfen und sonstigen Muskelbeschwerden (schwacher Muskeltonus). Zum Calcium carbonicum-Bild gehören häufige Mandelentzündungen oder sonstigen Atemwegsinfekte. Man sollte die Schilddrüse im Auge behalten, eine Unterfunktion ist für diesen Typ nicht ungewöhnlich.
Eine weitere Bestätigung für das Mittel, ist das Vorhandensein von Milchschorf auf der Haut des Jungtieres oder ein Ausschlag am Unterbauch, dem sogenannten Welpenekzem – beides zeigt die Unverträglichkeit für Milchprodukte an, unter denen auch die menschlichen Patienten leiden und die dieses Mittel zur Verbesserung ihrer körperlichen Situation benötigen.
Die Milchunverträglichkeit äußert sich beim Menschen und beim Tier in einem säuerlichen Körpergeruch, der an vergorene Milch erinnert. Auch die Ausscheidungen (Kot) riechen danach. Menschliche Babys schwitzen z.B. sehr viel, besonders nachts und am Hinterkopf; dabei hat besonders der Schweiß in den Hautfalten diesen charakteristischen sauren Geruch. Babys und Junghunde, die Calcium carbonicum benötigen, sind schnell an einem sehr aufgeblähten Bauch zu erkennen – ein äußerliches Zeichen für die Unverträglichkeit von Milch. Angezeigt wird dies durch Durchfall nach Milch.
Unter der Gabe von Calcium carbonicum bessern sich der Geruch und die Unverträglichkeit von Milch, die Knochen richten sich, das Gewicht reduziert sich und vor allem die Anfälligkeit gegen Krankheiten lassen deutlich nach.
Sie lieben Eier und Käse, fressen aber auch gerne unverdauliche Substanzen, wie Schmutz, Sand oder Kreide.
Beim alten Hund erscheinen oft kleine, runde und juckende Warzen im Ohr – das äußere Zeichen, dass nun zum Ausgleich der körperlichen Beschwerden die Gabe von Calcium carbonicum nötig ist.
Der Hund kann auch im erwachsenen Alter kopflastig sein und er hat einen großen Appetit, er scheint immer hungrig zu sein.
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Ich bin kein Tierarzt und gebe kein Heilversprechen. Körperliche Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten solltest Du immer vor Ort mit dem zuständigen Tierarzt oder Therapeuten besprechen. Auf meiner Homepage informiere ich zu Tipps und Tricks in der Alternativen Tierheilkunde aus meinem Praxis-Alltag.