Das homöopathische Mittel Atropa belladonna

Homöopathie - schnell - Belladonna

Atropa belladonna ist der homöopathische Name der Tollkirsche. Das homöopathische Mittel Atropa belladonna bietet Homöopathie im akuten Entzündungsfall und hilft schnell, wenn die Symptome passen.

Dieses Foto zeigt die Blüten der Tollkirsche und das nächste zeigt die charakteristischen schwarzen Beeren.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deadly_Nightshade_(Atropa_bella-donna)_-_geograph.org.uk_-_3683852.jpg

(Aufnahme von Anne Burgess, nicht verändert)

 

Die schwarzen Beeren von Atropa belladonna, der Tollkirsche, enthalten das Gift Hyoscyamin, das so toxisch wirkt, dass bei Kindern bereits drei bis fünf Beeren innerhalb von einem halben Tag zum Tode durch Atemlähmung führen. Beim Erwachsenen ist die Dosis tödlich ab 10 Beeren.

Belladonna ist schon lange gut bekannt, in den 1950er Jahren wurde es gerne von Frauen benutzt, die mit schönen, großen Pupillen und Augen glänzen wollten, weil es die Pupillen erweitert. Medizinisch wird es dafür auch heute noch von den Augenärzten verwendet, für die Untersuchung des Augenhintergrundes – mit Atropin wird die Pupille weitgestellt.

Der Wirkstoff, der aus den Blättern extrahiert wird, wirkt krampflösend. Die Pflanze hat unterschiedliche Wirkungen auf Tiere: Meerschweinchen, Hunde und Rinder sowie Ziegen und Schafe sind unempfindlich auf Vergiftungen mit Tollkirschen, Pferde dagegen reagieren sehr stark.

Erste Vergiftungserscheinungen sind zerebrale Symptome: Heftige Erregungen, Aufregung bis zur Tobsucht sowie auffallende Trockenheit der Schleimhäute.

Das homöopathische Mittel Atropa belladonna ist angezeigt bei sehr plötzlich auftretenden Krankheitssymptomen: zum Beispiel klopfende, pulsierende, stark schmerzende Kopfschmerzen verbunden mit Röte, Fieber und Hitze; besonders die Mandeln sind schnell betroffen. Bei Hunden sind Probleme mit den Mandeln recht einfach zu diagnostizieren: sie sind normalerweise in einer Hautfalte im Hals verborgen und nicht zu sehen. Sind sie sichtbar, wenn man in den Hals schaut, sind sie geschwollen, also entzündet. 

Belladonna folgt gut auf Aconitum, wenn sich das trockene Fiebergeschehen plötzlich in Schweiße entwickelt  – im Falle eines Geschehens beim Hund bedeutet das, dass das Tier stark hechelt und pumpt, sich aber trotzdem gerne zudecken lässt.

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Die Pupillen wirken häufig erweitert. Das Weiße der Augen ist rot, der Kopf heiß und die Pfoten eiskalt. In der Regel finden sich Entzündungszeichen, wie z.B. die Symptome einer Angina, heftige Ohrenschmerzen, einer Mastitis (Brustdrüsenentzündung der säugenden Hündin mit roten, harten und heißen auch geschwollenen Zitzen), ein Fieberdelirium ist möglich oder auch ein plötzlicher trockener Husten.

Diese Symptome können auch durch einen Sonnenstich oder Sonnenbrand hervorgerufen werden. Hunde sind zwangsläufig durch das Fell vor einem starken Sonnenbrand geschützt, aber ältere Hunde können Haarausfall um die Nasenspitze entwickeln oder sie sind vielleicht kurz geschoren und damit empfänglicher für Sonnenbrände.

Eine einfache vorbeugende Maßnahme ist das Eincremen dieser empfindlichen Schnauzenpartie mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor.

Bei einer äußeren Wunde, die sich entzündet hat, sind die Symptome der Rötung und Schwellung meist gut zu erkennen. Wenn es sich aber um eine innerliche Entzündung handelt, müssen andere Symptome beachtet werden. Wie bereits erwähnt, hat der Patient oft klopfende, starke Schmerzen und entsprechend klopft auch das Herz stark und der Puls ist beschleunigt. Das Fieber ist hoch (ca. 40° – 41° Grad, Hundetemperatur), die Hunde möchten sich dabei nicht bewegen, sie wollen nicht angefasst oder umgelagert werden und wehren sich dagegen. Durch Herunterziehen des Augenunterlides und Öffnen der Schnauze ist zu erkennen, ist die Farbe der Schleimhäute zu sehen, sind diese sehr gerötet, ist das ein Symptom, dass für die Gabe von Belladonna spricht.

Belladonna ist auch angezeigt bei plötzlich auftretenden Entzündungen der Gelenke, wenn alle Zeichen einer Entzündung mit vorhanden sind: Rötung, Schwellung, Hitze und vor allem die Schmerzen, verbunden mit Lahmheit und Fieber. Das Gelenk sollte so weit wie möglich ruhiggestellt werden.

Belladonna ist ganz besonders das Mittel der Wahl, wenn die Ursache der Symptome eine Durchnässung oder Verkühlung ist. Die Patienten können aggressiv sein, scheinen nicht ganz bei sich zu sein und fühlen sich bei 39°C völlig erschlagen.

Man sollte Belladonna in Betracht ziehen, wenn eine Verschlimmerung am Nachmittag und am Abend zu beobachten ist und ebenso eine Verschlechterung bei Lärm, Berührung und hellem Licht (bitte Umlagerung vermeiden!). Verbessert wird der Zustand durch Ruhe, Dunkelheit und Aufrechtsitzen. Sie sind sehr unruhig, sehr erregbar und überempfindlich.

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Ich bin kein Tierarzt und gebe kein Heilversprechen. Körperliche Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten solltest Du immer vor Ort mit dem zuständigen Tierarzt oder Therapeuten besprechen. Auf meiner Homepage informiere ich  zu Tipps und Tricks  in der Alternativen Tierheilkunde aus meinem Praxis-Alltag.

 

 

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