Entspannt mit Hund in den Urlaub!

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Hunde sind Routine-Wesen!

Es ist also durchaus möglich, dass unsere Hunde nicht positiv auf die Veränderungen reagieren, die ihre Mitnahme in unsere lang ersehnte Urlaubszeit mit sich bringen… mit diesen Zeilen möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, dass diese schönste Zeit des Jahres gemeinsam entspannt verbracht werden kann und nicht zu einem einzigem Krampf ausartet.

Machen Sie sich schon bei der Wahl des Ziels und der Wohngelegenheit Gedanken – ist es klimatisch für mein Tier in Ordnung? Wenn die Zeit in einem Ferienhaus verbracht wird: gibt es einen Garten? Ist der eingezäunt? Muss ich auf dem Weg dorthin übernachten? Die meisten Buchungsplattformen können auf die Suche für die Reise mit dem Tier eingestellt werden.

Kann ich überhaupt mit dem Auto fahren? Oder muss ich fliegen? Wie groß und wie schwer ist mein Tier? Darf es im Flugzeug mit in die Kabine? Oder muss es in einem Kiste im Bauch mitfliegen? Was benötige ich in diesem Fall für das Wohlbefinden des Tieres? Futter, Wasser, Beruhigungsmittel? Wie lange dauert der Flug?

Für eine längere Fahrt sollten regelmäßige Pausen eingeplant werden, zum Lösen, zum Füße vertreten, Luft schnappen etc. Leider sind auf großen Rastplätzen entlang der Autobahnen wenig Schattenbereiche zu finden, was natürlich besonders in der Hauptreisezeit im Hochsommer hilfreich wäre.

Und sollte es wirklich sehr heiß sein, ist der Transport im Kofferraum selbst mit Klimaanlage nicht zu empfehlen (es sei denn, sie ist für den Kofferraum separat zu regeln) – es wird dort zu heiß, wenn zum Beispiel die Sonne den Kofferraum durch die Fenster aufheizt.

Wenn ich Zwischenstation im Hotel mache oder die gesamte Zeit im Hotel verbringe, darf mein Tier mit in das Restaurant? Nicht jeder Hund sitzt entspannt im Hotelzimmer und wartet geduldig auf die Rückkehr seiner Menschen – manche bellen permanent, andere sind einfach nur verängstigt, dass sie in unvertrauter Umgebung allein gelassen werden.

Schläft Ihr Hund bei Ihnen im Bett? Wie organisiere in die Fütterung? Muss etwas gekühlt werden?

Sind südliche Länder das Reiseziel, stellt sich noch die Frage nach dem geeigneten Parasitenschutz – gerade im Mittelmeerraum gibt es viele Krankheiten, die durch Parasiten übertragen werden, die die Gesundheit des Hundes ein Leben lang völlig verändern können.

Welche Impfungen sind nötig für die Zeit am Urlaubsort? Oder welche sonstigen medizinischen Behandlungen? Für Großbritannien ist beispielsweise nicht nur die Tollwutimpfung erforderlich, sondern auch der Nachweis des Chips und eine Entwurmung des Fuchsbandwurms, die nicht älter als 120 Stunden vor Reiseantritt sein darf.

All dies sind wichtige Fragen, die möglichst frühzeitig geklärt werden sollten.

Am Urlaubsort wäre es für den Seelenfrieden Ihres Hundes von Bedeutung, wenn sich relativ rasch wieder eine gewisse Routine einstellen würde.

Entsprechend ist es empfehlenswert, Gegenstände dabeizuhaben, die bei der Herstellung der Routine helfen, wie z.B. Bettchen, Lieblingspielzeug, Lieblingsdecke etc., das gilt auch für Wasser- und Fressnapf, die gewohnte Ernährung, die Leckerchen und auch eine Wasserflasche für Spaziergänge bzw. die Fahrt.

Aber dies ist quasi ‚nur‘ Beiwerk – wichtig sind Sie! Ihre Unternehmungen sollten Sie je nach Seelenkostüm ihres Hundes planen – manche Hunde mögen nicht alleine im Feriendomizil zurückbleiben. Wenn Ihr Hund  z.B. im Auto mitgenommen wird, achten Sie bitte darauf, dass sich ein Auto extrem schnell aufheizt und es teilweise verboten ist, Hunde im Auto allein zurückzulassen, so z.B. in Frankreich.

Beruhigend wirken auch die gewohnten Zeiten für die Gassirunden – wobei es nicht immer einfach sein kann, geeignete Strecken zu finden – so sind zum Beispiel Waldgebiete, die Schatten und Kühle spenden, an Küsten oft rar.

Schwimmt Ihr Tier gerne? Dann wird es vermutlich auch gerne ins Meer zum Baden gehen – ist das nicht der Fall, zwingen sie es nicht und bitte lassen Sie Ihr Tier nicht ins Meer, wenn der Wellengang hoch ist oder die Strömung stark ist.

In vielen Ländern gibt es Hundestrände, die man aber leider mancherorts vergeblich sucht. Dann stellt sich die Frage – lassen wir unseren Hund alleine im Feriendomizil zurück, vermutlich mehrere Stunden lang – oder setzen wir uns über das Verbot hinweg, was ziemlich teuer werden kann. Eine schwierige Entscheidung, die jeder für sich selbst entscheiden muss. Ich möchte Ihnen ans Herz legen, sich die Persönlichkeit Ihres Tieres vor Augen zu halten – für meine (ältere) Hündin Niña zum Beispiel wäre es undenkbar, im Ferienhaus allein gelassen zu werden… wir organisieren um sie herum.

Manchmal ist eine Betreuung im Ausland unerlässlich – es gibt eine wunderbare Organisation, die in sehr vielen Ländern Betreuungspersonen zu (meines Erachtens) nicht überhöhten Preisen vermittelt – www.rover.com

Und es schadet in keinem Fall, am Urlaubsort die Augen auf zu halten, wo die nächste Tierarztpraxis oder Tierklinik ist. Was die Verständigung anbetrifft, so hilft Google Translate in vielen Sprachen.

Noch eins zur Hitze in südlichen Ländern: es empfiehlt sich zum Abkühlen keine feuchten Tücher auf das Tier zu legen, das kann zur Stauungshitze führen – besser man legt das Tier auf feuchte Tücher. Natürlich ist auch ein Sonnenschirm hilfreich für die Klimaregulation.

Und wenn trotz all dieser Tipps noch Symptome übrigbleiben, die auf den Stress/Kummer des Tieres hindeuten, wie zum Beispiel, dass es nicht normal oder gar nicht frisst… in diesem Fall empfehle ich das homöopathische Kummermittel Ignatia in der C30, Dosierung nach Bedarf.

Ich wünsche Ihnen eine schöne, entspannte Urlaubszeit mit den vierbeinigen Freunden.

 

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