Geben Sie Ihrem Hund doch rohe Eier – das ist doch so gesund…

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Mitnichten!

Obige Aussage hörte ich heute morgen von einem meiner Patientenbesitzer… betreffende Hündin hat auch Probleme mit dem Fell und der Haut – nach aufwendiger Kotanalyse haben wir uns vor kurzem an die Sanierung der Darmflora gemacht. Und obwohl wir ausgiebig über die Ernährung von Amy gesprochen hatten, wurde nie erwähnt, dass sie ungefähr drei rohe Eier pro Woche bekommt. 

Und deshalb hier ein Post über die Wirkungen von rohen ganzen Eiern auf den Hund – ein Inhaltsstoff des Eiklars ist Avidin, das Eigelb enthält Biotin – Avidin ist unverträglich für Hunde. Es ist ein sogenanntes Antvitamin, weil es die Aufnahme von Biotin hemmt! Und Biotin wiederum ist ein sehr wichtiges Element – es zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen (auch Vitamin H genannt) und bekannt für seine Funktion für Haut und Haar:

  • es hat wichtigen Einfluss auf Stoffwechsel- und Zellteilungsprozesse
  • im besonderen auf den Protein-, Kohlenhydrat- und Feststoffwechsel,
  • es reguliert u.a. den Blutzuckerspiegel
  • sorgt so für strahlendes, glänzendes Fell (verbessert die Struktur von Fell und Haut und dem Wuchs der Unterwolle)

Wird die Aufnahme von Biotin also durch das Avidin im Eiklar gehemmt, so kommen im Umkehrschluss jede Menge Symptome, wie glanzloses, struppiges Fell, brüchige Krallen, Energie- und Antriebslosigkeit und das sind nur die äußeren Zeichen einer Mangelernährung.

Wird das Ei gekocht, wird durch die Hitzeeinwirkung das Avidin neutralisiert, und das Biotin kann ungestört vom Körper verwertet werden – das gilt übrigens auch für Katzen!

 

Also gebt Euren Tieren doch öfter mal ein Eigelb!