Neues Tierarzneimittelgesetz § 50 seit 28. Januar 2022

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Ich habe lange gewartet um mich zu äußern – in der Hoffnung, dass bis Ende März sicher eine Lösung gefunden ist… dem ist leider nicht so und deshalb hier nun meine Wortmeldung.

Seit Ende Januar darf ich als Tierheilpraktikerin, Spezialgebiet Klassische Homöopathie, nur noch homöopathische Mittel verordnen, die für Tiere zugelassen sind. Das reduziert mich von ca. 4000 Mittel auf ungefähr 15.

Und es ist nicht der Fall, dass diese Mittel irgendwie gefährlicher sind als die zugelassenen – nein, es liegt daran, dass die Hersteller der Mittel sie aus Kostengründen nicht für Tiere zugelassen haben. 

Das neue Gesetz geht aber noch einen Schritt weiter: nicht nur darf ich nicht mehr verordnen, die Tierhalter werden gleich mit ins Boot genommen. Wird also ein Tierhalter dabei ‘erwischt’, dass er ein Präparat verabreicht, dass nicht für Tiere zugelassen ist, macht er sich strafbar – und das beschränkt sich nicht auf Homöopathie sondern gilt z.B. auch für Betaisodonna… altbekannt und langbewährt, die tierische Zulassung aber fehlt. Entsprechend kann dies nicht mehr z.B. von Pferdebesitzern bei Schürfwunden angewendet werden, die Pferde sich schnell auf der Weide zuziehen können.

Nun bestand der Hauptteil der Arbeit in meiner Praxis sehr lange aus osteopathischen Behandlungen – wie der ‘Teufel’ es will, bekomme ich seit in Kraft treten den neuen Gesetzes zunehmend mehr Anfragen bzgl. homöopathische Behandlungen – die ich nun leider alle ablehnen muss (:

 

Es wurde eine Beschwerde eingereicht, der erste Versuch ist schon einmal gescheitert. Bleibt zu hoffen, dass wir THP und Halter demnächst wieder homöopathisch behandeln dürfen.

Der Link zum Bundesverfassungsgericht, wo mehr zu erfahren ist,  versteckt sich im grünen ‘ES’ einen Absatz darüber – leider ging das nicht anders…

 

 

 

 

 

 

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