Do’s and Don’t in der Hunde- Ernährung

In letzter Zeit begegnen mir immer mehr Hunde, die – obwohl jung und auch vermeintlich gesund – große Probleme mit der Verdauung haben.

Es ist kein Geheimnis – ich bin kein Freund von Trockenfutter, ich kombiniere BARF (artgerechte Rohfütterung) mit hochwertigem Nassfutter – je nachdem, was gerade zeitlich oder in die Lebensumstände passt. Trockenfutter ist meines Erachtens für viele Probleme mit der Verdauung verantwortlich; es macht dick und verursacht durch die Zusammensetzung Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck. Obendrauf ist in getreidehaltigem Trockenfutter Phytinsäure, welche den Knochen Calcium entzieht – dazu enthält es zu einem sehr hohe Prozentsatz Zellulose (Holz), was nun wirklich nicht ins Hundefutter gehört, des weiteren kann man im Trockenfutter alles verstecken (Schlachtabfälle!!!) und und und – diese Liste könnte ich noch endlos fortführen!

Hier aber nun ein paar Tipps zu den Do’s und Don’t – allen voran bitte die stärkehaltigen Kohlenhydrate weglassen. Reis, Kartoffeln und Getreide können unsere Hunde zwar wirklich besser verarbeiten als ihre wilden Verwandten, die Wölfe, aber das heißt noch lange nicht, dass sie sie benötigen – tun sie eben nicht. Der Energiebedarf eines Hundes sollte über hochwertige Öle gedeckt werden und nicht mit Hilfe von Kohlenhydraten. Achten Sie bitte darauf, das dies Omega-3-haltige Ölsorten sind – davon bekommen unsere Hunde viel zu wenig – ich empfehle Lein-, Argan-, Hagenbutten-, Hanf- und Schwarzkümmelöl sowie Krillöl oder Kokusnussöl. Die Öle von fetthaltigen Fischen (z.B. Lachs) sind auch sehr zu empfehlen, u.a. als Lieferant von Vitamin D – so auch Eigelb. Mit Eiern ist das allerdings eine spezielle Sache – das Eiweiß (insbesondere roh) enthält einen Stoff, den sie nicht vertragen – Avidin! Im Zusammenhang mit der Fütterung von Eigelb im gekochten Zustand wird das Avidin durch den hohen Biotingehalt des Eigelbes unschädlich gemacht – um dieses zu umgehen, geben Sie am besten nur das Eigelb, dann profitiert Ihr Hund von der Gabe.

Zu den größten Allergenen für unsere Hunde gehören leider zwei Proteinsorten, die am einfachsten und auch am günstigsten zu haben sind – Geflügel und Rind – bitte nicht füttern“

Es handelt sich in der Regel (Bio ist okay) um Stallhaltung. Um Massentierhaltung, verbunden mit allen negativen Eigenschaften, die diese Haltung nunmal mit sich bringen, wie Antibiotika und diverse andere Medikamente, schlechtes (weil günstiges) Futter, zu wenig Platz, was den Stresspegel massiv erhöht usw.

Pferd (auch auf die Gefahr hin, dass ich von den Pferdeliebhabern nun wieder gelyncht werde), Lamm und Wild sollten auf dem Speisezettel unserer Hunde stehen und wenn wir schon dabei sind, bitte auch kuhmilchhaltige Produkte weglassen – Ziegen- und Schafsmilch wird deutlich besser vertragen.

Exotische Fleischsorten wie Känguru und Strauss würde ich nicht füttern, damit es im Allergiefall noch Proteinsorten gibt, mit denen das Tier nicht konfrontiert wurde.

Und wenn Sie unbedingt stärkehaltige Kohlenhydrate auf den Speisezettel haben wollen: Quinoa, Hirse und Amaranth sind sogenannte Pseudogetreide und werden deutlich besser vertragen.

Im übrigen finden sich Kohlenhydrate in vielen Gemüsesorten, beispielsweise Erbsen und Möhren.

Wenn Sie Obst zusetzen, sollten Sie darauf achten, dass dieses nicht zu zuckerhaltig ist, wie z.B. Bananen. Blaubeeren und auch andere Beeren eignen sich besser.

Natürlich gibt es eine lange Liste von Dingen, die Hunde nicht vertragen. Dazu gehören Schokolade, Weintrauben (Rosinen), Zwiebeln, Avocados, grüne Paprika, wenig Knoblauch, etc. – ich nenne hier nur diese, weil sie in den meisten Haushalten immer vorhanden sind. Da viele Menschen auf Zucker verzichten, möchte ich an dieser Stelle noch Birkenzucker (Xylit) erwähnen – er ist absolut tödlich für Hunde – also auf mit Xylit gebackenen Kuchen sehr gut aufpassen.

Wer mehr wissen möchte, kann mich gerne kontaktieren – My best friend – Tel.: +49 (0)173-4147141. Wer sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich – sehr detailliert, leicht verständlich und extrem informativ – Dr. Jutta Zieglers Buch: Rohkäppchen und der zahnlose Wolf!