Impfen #4

Und zurück zu den Impfungen:

Hier nochmal zum besseren Verständnis die Liste der von der StIKo Vet empfohlenen Impfungen für Hunde:

Tollwut Staupe Parvovirose Hepatitis Leptospirose

Borreliose Leishmaniose Zwingerhusten und Pilzinfektionen werden vom jeweiligen Tierarzt individuell empfohlen bzw. geimpft.

Ich klammere diese letzten vier aus – Zwingerhusten ist homöopathisch gut behandelbar und die Impfung schützt nachweislich nicht davor – zusätzlich wird eine zweite (Schluck)-impfung im Verdachtsfall benötigt und auch beide zusammen mildern die Symptome nur. Leishmaniose wird nur in südeuropäischen Ländern übertragen, das klammere ich auch aus. Pilzinfektionen passieren bei einem gut funktionierenden Immunsystem ohne Antibiotikagaben nicht so schnell und Borreliose steht auf einem ganz anderen Blatt. Es gibt Studien, die besagen, dass eigentlich jeder Hund damit infiziert ist und es nur bei einer akuten, schweren Schwächung des Immunsystems ausbricht.

Deshalb wird es hier im Folgenden um die ersten fünf auf der Liste gehen. Welche sind sinnvoll? In welchen Rhythmen sollte/kann geimpft werden.

Zunächst: Leptospirose – ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Ratten- oder Mäusekot sowie Urin in Pfützen übertragen wird. Sie ist eine Zoonose – heißt, sie kann auch auf Menschen übertragen werden. Deshalb werden die Hundehalter auch in schöner Regelmäßigkeit von der Tierärzten unter Druck gesetzt, dass ja auch impfen zu lassen.

Lepto-Impfstoffe verleihen allerdings keine sterile Immunität, auch durchgeimpfte Hunde können sich infizieren und Leptospiren im Urin ausscheiden. Das geht auch aus den Beipackzetteln hervor, worin i. d. R. nur versprochen wird, dass die Besiedelung der Nieren und die Ausscheidung der Bakterien über die Harnwege vermindert würden.“ (Impfen mit Verstand)

Nach der Inkubationszeit äußert sich Leptospirose u.a. durch Fressverweigerung, Erbrechen, Fieber, erschwerte Atmung, manchmal Gelbsucht, Durchfall und/oder blutigem Stuhl durch Magen-Darmentzündung, häufiges Urinieren (Nierenentzündung) etc. Das Mittel der Wahl zur Behandlung ist Doxyclinin, ein Antibiotikum – die Todesrate liegt bei rund 10%. 

Es gibt ca. 250 verschiedene Varianten der Leptospiren-Bakterien und die Impfung soll jährlich wiederholt werden. Bis vor kurzem enthielt die Impfung nur vier verschiedene Leptospiren, die in Deutschland noch nicht einmal vorkommen und wurde halbjährlich empfohlen – das Auftreten der verschiedenen Leptospiren ist regional verschieden.

Für mich steht diese Impfung auf der Liste derer, die ich nicht impfen lassen würde. Ich habe selbst einen kurznasigen Hund, der im Sommer bei Spaziergängen immer Wasser benötigt – ergo habe ich immer eine Trinkflasche dabei und verhindere das Trinken aus Pfützen!

Lepto-Impfstoffe gelten als überdurchschnittlich nebenwirkungsträchtig. (Impfen mit Verstand)

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