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Impfen #7

Parvovirose

Heute geht es weiter mit Parvovirose:

Die canine Parvovirose gehört laut StiKo Vet zu den ‚Pflicht’impfungen der Hunde. Sie ist eine sehr ansteckende und weit verbreitete viruelle Infektionskrankheit der Hunde, die mit dem Erreger von Katzenseuche eng verwandt ist. Bei ungeimpften Hunden verläuft die Krankheit meist schwer und endet nicht selten tödlich. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und kann noch Wochen bis Monate in der Umwelt nach dem Ausscheiden im Kot überleben. So wird es leider oft an den Schuhen in die Wohnung getragen – das ist auch der Grund, warum auch reine Hauskatzen gegen Katzenseuche geimpft werden.

Welpen und Junghunde unter einem Jahr sind am häufigsten von der Erkrankung betroffen, da sie oft nicht mehr ausreichend durch mütterlichen Antikörper geschützt sind und nicht früh immunisiert wurden. Wenn die Junghunde die akute Infektion überleben, versterben sie leider oft vor Erreichen des dritten Lebensmonates an einer Herzmuskelentzündung.

Die Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von 4 bis 7 Tagen (Wikipedia 2-10 Tage) in der Regel mit sehr plötzlichem starkem und langem, anhaltendem Erbrechen. Die Schwere der Infektion variiert stark und hängt insbesondere vom Alter und der Stärke des Immunsystems ab. 

Danach setzt häufig wässriger, oft blutiger Durchfall ein (die Symptome ähneln den Symptomen einer Giardieninfektion aber auch anderen bakteriellen Magen-/Darminfektionen).

Auch hohes Fieber (um 41,5 Grad) oder auch Untertemperatur gehören zum Symptomkomplex. Durch das starke Erbrechen und den Durchfall, dehydrieren die Hunde schnell.

In der Folge kommt es zu einer Infektion des Knochenmarkes und die Parvovirose führt zu einer ausgeprägten Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen), insbesondere der Lymphozyten, was das Immunsystem weiter stark schwächt. Nun haben Bakterien leichtes Spiel und es kommt oft zu sekundären Infektionen, indem sich Bakterien sozusagen obendrauf setzen. Diese werden in der Regel mit Antibiotika behandelt, während die viruelle Infektion schulmedizinisch nicht behandelbar ist, nur die Symptome wie Erbrechen oder Durchfall können symptomatisch unterdrückend behandelt werden. 

www.impfung-hund.de

„Da das Virus zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate benötigt, befällt es besonders die sich fortwährend stark regenerierenden Zellen des Darmepithels, des Knochenmarks und des lymphatischen Systems. Ferner kann der Herzmuskel befallen sein…“ (Wikipedia)

Homöopathisch passende Einzelmittel werden nach gründlicher Anamnese differenziert und mit Erfolg eingesetzt. 

Die dreijährig haltbare Staupeimpfung ist in Deutschland leider nur zusammen mit Parvovirose und Hepatitis zu haben. Also wird Parvo eben oft mitgeimpft. Es empfiehlt sich dennoch immer, den aktuellen Stand des Schutzes vorher per Titer-Schnelltest oder per Blutuntersuchung überprüfen zu lassen, so erübrigt sich die Impfung hoffentlich.

vitstudio / shutterstock.com
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